Moderne Produkte machen es möglich, auch später noch das Badezimmer barrierefrei zu gestalten

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Ist mein Badezimmer für das Alter gerüstet? Diese Frage stellt sich oft erst dann, wenn die benötigte Gehhilfe nicht durch die Tür passt, das selbstständige Aufstehen nach dem Toilettengang beschwerlich wird oder das Ein- und Aussteigen beim Baden ohne fremde Hilfe nicht mehr möglich ist. „Wer ein neues Bad plant, der sollte jetzt schon an später denken“, empfiehlt Peter Küpper, Pressesprecher vom badteam Bonn-Rhein-Sieg, einem Zusammenschluss von ?18 regionalen Fachhandwerkern. Ein rutschfester Bodenbelag und eine schwellenfreie Dusche können ohne große Zusatzkosten von vornherein eingeplant werden. Je nach Bedarf lassen sich später dann praktische Produkte wie Griffstangen, ein ausklappbarer Sitz in der Dusche oder ein höhenverstellbares WC problemlos nachrüsten.

Neben der Neuplanung besteht auch die Möglichkeit, ein bereits vorhandenes Bad barrierefrei umzubauen. Hierfür gibt es unter bestimmten Bedingungen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Zuschuss von bis zu 6250 Euro, und auch die Pflegekassen beteiligen sich unter Umständen mit bis zu 4000 Euro pro Maßnahme.

„Das Angebot an komfortablen und durchdachten Produkten ist groß“, sagt Küpper. „Hier findet der Fachmann mit dem Kunden maßgeschneiderte Lösungen, die an die Bedürfnisse und Gegebenheiten im eigenen Bad angepasst werden.“ Ziel der Umbauten sollte sein, den Betroffenen so viel Selbstständigkeit wie möglich und damit ein großes Stück Lebensqualität zu geben. Gleichzeitig wird die Arbeit der Angehörigen und Pflegekräfte durch entsprechende Planung und Umsetzung enorm erleichtert.

Eine barrierefreie Dusche, ohne gefährliche Stolperkante, ist nicht nur ein sicheres, sondern auch ein optisch sehr ansprechendes Bad-Element. Das kann eine bodengleiche Duschtasse sein oder eine geflieste Fläche mit formschönem Bodenablauf oder dezenter Duschrinne. „Die rutschhemmenden Fliesen sind mit einem leichten, für das Auge unsichtbaren Gefälle verlegt“, sagt Küpper.

Auch elektrisch höhenverstellbare WCs und Waschtische sowie gut erreichbare oder berührungslose Wasserhähne erleichtern den Alltag. Kombiniert mit einem kippbaren Spiegel, der das Betrachten im Sitzen ermöglicht, und leicht zugänglichen Schränken und Ablagen ist ein barrierefreies Bad eine Lösung, die höchsten Komfort bis ins hohe Alter bietet. (sdm)
Quelle: General Anzeiger 26.02.16

 

 

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